Die Innere Arbeit nach Gaetano Pedullà

Was ist die innere Arbeit? Wozu ist diese mir und dem Kollektiv dienlich?

Die “Grundatmung”

Wir leben in einem makrokosmischen Körper, der Universum genannt wird, und der durch Galaxien, Sterne, Planeten und menschliche Wesen wie wir gekennzeichnet ist. Der makrokosmische Körper oder „universale Mutter“ hat als gemeinsames Prinzip die Liebe, die für alle verfügbar ist. Wir alle können die universale Liebe (oder „universalen Sohn“) erfahren. Die universale Liebe ist die bedingungslose Liebe, die nichts im Austausch verlangt und die mit keiner anderen Art der irdischen Liebe vergleichbar ist. Der „universale Vater“ oder kosmische Kraft, die Quelle der Schöpfung, manifestiert sich im Körper der Mutter (Makrokosmos) durch den universalen Sohn (die bedingungslose Liebe). Der Prozess des Atmens erlaubt uns, uns mit der universalen Liebe zu verbinden und unsere göttliche Natur (oder Wahres Ich) zum Vorschein zu bringen. Das bringt uns langsam zu einem großen, inneren Frieden und Liebe, zu einem Zustand der kompletten Leere, wo es keine Gedanken, Gefühle oder physische Reize existieren.

Die Grundatmung lehrt uns, alle innere Kräfte mit Liebe und Geduld zu integrieren, die sich als Gedanken, Gefühle, physische Reize und / oder Visionen während des Atmens manifestieren. Die Technik dieser Grundlage sieht keine spezifische Art des Atmens vor. Viel wichtiger ist es, die Schwingungen zu spüren, die durch unseren ganzen physischen Körper wie ein magnetischer Fluss hindurch strömt. Die eingeatmete Schwingung ist die bedingungslose Liebe, Vitalität, die universale, schöpferische Kraft, die sich in verschiedenen dimensionalen Ebenen manifestiert: u.a. auf der physischen, astralen, mentalen, spirituellen Ebene. So gesehen ist die Luft, die wir jede Sekunde unseres Lebens einatmen, nur ein winziger Anteil der Schwingung der bedingungslosen Liebe.

Der Prozess der Grundatmung ist in zwei geteilt:
1. Einatmen – wir atmen durch die Nase ein und nehmen die universale Liebe wahr, wie sie in unseren Körper eindringt ( in Form von Luft) und langsam sich in unserem Kopf ausbreitet – angefangen bei der Nase und dann weiter durch den ganzen Körper. Es reicht nicht aus, dies zu visualisieren. Sinn der Übung ist, diese Schwingung wirklich durch den ganzen Körper wahrzunehmen. Indem man die universale Liebe durch den physischen Körper fühlt, hilft es uns, unsere „Lichtkörpern“ wieder zu erwecken. Es erfordert Übung, diese Schwingung physisch zu spüren, und man soll nichts zwingen, denn das Gefühl wird von alleine kommen, wenn die Zeit dafür reif ist – aber dafür muss man üben.
2. Ausatmen – man atmen alle restliche Schwingungen aus

Während dieses Prozesses (ganz besonders am Anfang oder in schwierigen Zeiten) ist es normal, sich in Gedanken zu verlieren, die uns dann das Gefühl geben, uns abzulenken oder sich von unserem Vorhaben zu entfernen. Wenn das passiert, ist es normal, dass man Frustration oder Ärger empfindet, weil man den Zustand der Leere nicht erreicht oder die universale Liebe nicht spürt. Je mehr wir versuchen, uns nicht von Gedanken abzulenken, desto mehr tauchen Gedanken auf, und wir fühlen uns frustriert, denn es scheint, dass wir nicht fähig sind, den gewünschten Zustand zu erreichen oder sogar zu meditieren. Jede spirituelle Arbeit lehrt uns allerdings, ohne Erwartungen zu meditieren – alles zeigt sich, wenn die Zeit reif dafür ist. Man kann die spirituellen Erfahrungen nicht erzwingen, ansonsten sind sie nicht echt. Das heißt für uns: Geduld haben und weiter üben.
Diese Ablenkungen sind keineswegs Hindernisse, ganz im Gegenteil! Es sind innere Kräfte, die sich ausdrücken oder Gehör schaffen möchten. Wir sollen lernen, solche Kräfte als einen integrierten Anteil der „Grundatmung“ zu erleben. Der Mensch ist ein Individuum in Besitz von vielen inneren Kräften, die seinen spirituellen und gesundheitlichen Zustand beeinflussen. In der Tat können wir eine Person mit einem Verein vergleichen.
Ein Verein kann nur funktionieren, wenn jedes Mitglied seine Meinung äußern darf. Und so ist es auch mit diesen inneren Kräften: jede einzelne von denen darf sich auch äußern. So wie in einem Verein ist es nicht gut, eine innere Kraft zu unterdrücken oder zu ignorieren. Eine innere Kraft, die vielmals unterdrückt oder ignoriert wurde, arbeitet weiter im Unterbewusstsein, und wenn sie einen gewissen Punkt erreicht, kann diese innere Kraft „explodieren“, d.h. es zeigt sich z.B. in Form von Gewalt, unkontrollierte Aggression in der Außenwelt. Dasselbe geschieht mit einer Person, die nie die Meinung äußern darf. Am Anfang wird diese Person nichts sagen, aber mit der Zeit wird sie unzufriedener und wütender, bis sie „explodiert“ und Disharmonie in dem Verein verursacht.
So wie es nicht gut ist, dass eine einzige Person im Verein das Sagen hat, so ist es auch nicht konstruktiv, dass eine einzige innere Kraft den Mensch dominiert. Wenn ein negativer Gefühlszustand einen Mensch beherrscht, führt er dazu, dass die Taten dieser Person, disharmonisch wirken und gegen das WAHRE WESEN DES ICHs gehen.
Deshalb ist es sehr wichtig, zu lernen, diese inneren Kräfte zu leben, ohne sie zu unterdrücken und ohne sie zu viel Kraft zu geben, d.h. es ist sehr wichtig, zu lernen, sie mit Liebe zu integrieren.

Das Höhere Selbst zuhören

Das „Höhere Selbst“, „Herz“ oder „der innere Lehrer“ ist der göttliche Funken, der in jedem Mensch existiert, und der als Aufgabe die Manifestation in der dritten Dimension durch Körper, Gefühle und Gedanken hat. Das Höhere Selbst manifestiert sich wie eine Triade: die göttliche Schöpfung, die bedingungslose Liebe und der höhere Verstand (oder Geist). Die göttliche Schöpfung ist der Ausdruck der schöpferische, universale Intelligenz in einem Individuum; die bedingungslose Liebe ist der Ausdruck der universalen Liebe in einem Individuum (mit der Grundatmung lernen wir, uns mit der bedingungsloser Liebe zu verbinden); der höhere Verstand oder Geist ist das Bewusstsein oder Erkenntnis. Auf das Höhere Selbst hören zu lernen, bedeutet, den höheren Verstand, bzw. unser höheres Bewusstsein wieder zu erwecken. Das wahre Bewusstsein hat nichts mit Vernunft zu tun, der zu dem „niedrigeren Verstand“ gehört. Die wahre Erkenntnis ist ein Ergebnis unserer spirituellen Eingebungen. Diese Erkenntnisse und Botschaften des höheren Geistes (spirituelle Eingebungen) zeigen sich immer als göttliche Geschenke in einem friedlichen und liebvollen Zustand. Der höhere Geist manifestiert sich nie in einem unruhigen, ärgerlichen, traurigen, wütenden Zustand, genauso wenig als Logik, Vernunft oder rationale Überlegung. Der höhere Geist schickt Botschaften in drei Formen:

Spirituelle Eingebung – es handelt sich um unerwartete Erkenntnisse, wie ein Geistesblitz, über eine Situation im Leben.

Träume – es handelt sich um luzide Träume, in denen wir ein tiefes, friedliches, liebvolles Gefühl haben.

Zeichen – es handelt sich hier um Ereignisse in unserem Leben, die uns eine Lösung aufzeigen oder eine Botschaft bringen, die wir bis dahin ignoriert haben.

Die Technik beinhaltet die folgenden Schritte:

1. Grundatmung und Zustand der Leere erreichen
2. Aus dieser Zustand der Leere eine Frage an das höhere Selbst stellen, als ob man einem höherem Wesen fragen würde, ohne jegliche Erwartung. Ein paar Beispiele:
– Was lernt gerade mein göttliches Ich in dieser Phase des Lebens?
– Was soll ich von meinem disharmonischen mentalen-emotionalen Zustand lernen?
– Was soll ich von meinen physischen Zustand (Schmerzen, Krankheit) lernen?

3. Gleich nachdem man die Frage gestellt hat, kehrt man sofort zu der Grundatmung zurück, ohne an die Frage mehr zu denken und sich um eine Antwort zu bemühen.

Das Höhere Selbst kann sofort oder nach einer Weile antworten. Oder es kann auch sein, dass man keine Antwort erhält. Alles, was kommen soll, wird in den richtigen Moment kommen – eine Antwort wird nicht erzwungen. Manchmal kommen einige Bilder oder nur Worte, die in dem Moment keinen Sinn zu ergeben scheinen. Aber wenn man weiter macht, bekommt man in der richtigen Zeit das komplette Bild. Diese Technik ist vergleichbar mit einem Puzzle, die sich langsam zusammen setzt, bis das gesamte Bild sich zeigt. Die Antwort des Höheren Selbst ist dann vollständig, wenn wir die wahre Erkenntnis erlangen, über das, was wir lernen sollen. Es ist nicht eine Erkenntnis, die in mentalen Bereich abläuft, sondern eine Erkenntnis, die man im Herzen und in der Seele spürt. Man versteht auch, wie man diese Erkenntnis im täglichen Leben benutzen kann.

Durch diese Technik, wenn regelmäßig angewandt, erfährt man mehr Energie, Klarheit, Lebensfreude, Selbstliebe, Kraft und Harmonie im Leben.

Du kannst mehr Informationen über die innere Arbeit von Gaetano Pedullà auf YouTube erhalten (nur auf Spanisch oder Italienisch):

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