Orishás

Es gibt ca. 600 verschiedene Orishás. Je nach Tradition können es einige Unterschiede geben: Farbe, Wochen- und sogar Jahrestag. Zum Beispiel wird Yemanjá in Kuba am 07. September gefeiert. In Brasilien dagegen entweder am 31. Dezember ( in Rio de Janeiro) oder am 02. Februar ( in Bahia).

Jeder Orishá hat ebenfalls verschiedene Pfade, d.h. verschiedene Merkmale. Elegguá zum Beispiel hat 21 unterschiedliche Wege. Einige davon:

Elegguá Afra – er befindet sich in Krakenhäuser und heilt ansteckende Krankheiten und Epidemien. Seine Farben sind Schwarz und Weiß – er arbeitet  zusammen mit dem Orishá Babalu Aye.

Elegguá Agbanuké – er is zuständig für die Hellsichtigkeit und er kennt das Vorhaben der Menschen

Akesan Elegguá – er hat mit der Kommunikation zu tun.

Hier sind die bekanntesten Orishás und eine allgemeine Erklärung über sie :

 

ElegguaElegguá (Elegba, Exú, Eschu)

Er ist der Herr der Straßenkreuzungen und Türen. Seine Farben sind Rot und Schwarz.

Er kann den Wegen (Möglichkeiten) in unserem Leben öffnen oder schließen. Sein Hauptfunktion ist die Vermittlung von Botschaften der Menschen an die Orishás und Olodumaré, er beschützt die Tür. Er muss bei allen Ritualen als erster begrüßt werden und auch als erster seine Opfergaben erhalten, denn das letzte, was man will, ist ihn verärgern. Ohne Elegguás Einwilligung kann und wird nichts geschehen.

 

 

 

 

Obatalá (Oxalá)

Obatalá (Herr der weißen Kleidung) stellt die pure in Weiß gekleidete Gottheit dar. Er gilt als die Personifikation höchster ethischer Gesinnung. Er ist der HObatala 4err des Kopfes, der Träume und Gedanken, Herr der Barmherzigkeit und des Friedens und das Symbol der männlichen Potenz, welche die Frauen fruchtbar macht. Sein Symbol des Friedens ist die weiße Taube. Von Olodumaré ausgesandt, um die Menschen zu erschaffen, formte er sie aus Erde, und Olodumaré blies ihnen den Lebensatem ein.

 

 

 

Yemanyá (Iemanjá)IMG_0336

Sie gilt als eine der wichtigsten Orishás in Kuba und Brasilien. Sie ist die Herrin des Salzwassers, weswegen die für sie bestimmten Opfergaben ins Meer geworfen werden, und sie ist zugleich Mutter der gesamten Menschheit. Sie ist die Patronin der Seeleute, ihre Farben sind Kristallfarben und Blau. Sie ist die Mutter aller Orishás.

 

 

 

 

 

OLOKUN]Olokún

Olokún (Olo: Herrscher – Okún: Meer) symbolisiert den Meeresgrund, den geheimnisvollen Teil des Ozeans: dort ist auch Olokúns Aufenthaltsort. Am Meeresgrund werden Geheimnisse gewahrt und gehütet. Das ist der Ort, an dem die Reichtümer und Schätze der Welt im Überfluss vorhanden sind. Olokún repräsentiert die Geheimnisse des Lebens und des Todes. Er bringt Gesundheit und Fülle. Olokún ist ein androgenes Wesen, zur Hälfte Mann, zur Hälfte Fisch, mit einem geheimnisvollen und impulsiven Temperament. Er besitzt die Fähigkeit, sich zu verwandeln. Es wird gesagt, dass Obatalá Olokún in der Tiefe des Meeres gefangen hält, seit Olokún mal versucht hat, die Menschheit durch eine Überflutung zu töten. Den Kult von Olokún findet man in Lagos, Benin und Ilé Ifé. Seine Farben sind: Dunkelblau, Weiß oder Schwarz.

 

 

Oshún (Oxum)IMG_0345

Sie symbolisiert die Schönheit und die körperliche Liebe. Während Yemanyá die Herrin des Salzwassers darstellt, ist sie die Hüterin des Süsswassers und Wasserfällen. Ihre Farbe beinhaltet alle Gelbtöne und Hellorange, ihr Attribut das Gold. Sie tritt stets in Begleitung von Yemanyá auf und ist im Besonderen eine Hilfe für die Schwangeren und Gebärenden. Als die Orishá der körperlichen Liebe hat sie natürlich viele Liebesaffären mit männlichen Orishás gehabt, von denen Changó ihre große Liebe darstellt. Ihre Geheimwaffe, die Orishás zu bezaubern, ist eine Flasche mit Honig, die sie immer bei sich trägt. Benetzt sie die Lippen der Begehrten, können diese ihrem Zauber nicht widerstehen und verfallen ihrem Charme und ihrer Schönheit. Sie ist auch bekannt als die Beschützerin der Kindern.

 

 

 

Shangó (Changó, Xangô)

Chango 3

Er ist der Gott des Donners und des Blitzes, der Krieger, der Musik, der Trommeln und des Tanzes. Er symbolisiert zudem die männliche Schönheit. Seine Tugenden sind Fleiß und Mut. Seine Schwächen dagegen sind Eitelkeit und die Spielsucht. Er gilt als Herzensbrecher und Frauenheld. Seine Farben sind Rot und Weiß, sein Symbol ist die Doppelaxt. Bei den Yorubá hat er drei Frauen: Obá, Oshún und Oyá. In der Santería ist er mit Oyá verheiratet, die beiden anderen Orishás sind hier seine Konkubinen.

 

 

 

 

Oyá (Iansã)

Orisha OiáSie ist die Orishá der Winde, Stürme und des Flusses Niger. Als die Frau Changós besitzt sie beinahe ebenso große Kräfte wie der Orishá des Blitzes selbst. Unter der weiblichen Orishás, ist sie die einzige Kriegerin. Ursprünglich Herrscherin über die Meere, ist sie nun die Herrin des Friedhofs, den sie von Yemanyá übernahm, da das Grundstück ihr aufgrund der Größe gefiel. Ohne es zu betreten, tauschte sie es gegen ihre Meere ein. Als sie jedoch sah, was sie da übernommen hatte, war sie sehr wütend, konnte den Vertrag jedoch nicht rückgängig machen. Seitdem sind die beiden Orishás Feindinnen und gehen sich aus dem Weg. Ihre Farbe ist Weinrot.

 

 

 

Ogún (Oggún)

Orisha OgunOgún ist der Herr des Eisens, Gott der Mineralien, Wälder, Schlüssel, Gefängnisse und der Werkzeuge und stellt somit den Patron der Mechaniker, Ingenieure und Soldaten dar. Seine Farben sind Grün und Schwarz. Er ist einerseits den Beschützer in der Wildnis, andererseits aber kann er auch wild und unberechenbar. Seinen Schützlingen bietet er Hilfe bei der Suche nach Arbeit an, und er beschützt seine Kinder vor körperlichen Überfällen. Andererseits hat er bei schlimmen Unfällen mit gravierenden Verletzungen seine Hand im Spiel. Er gehört mit Elegguá und Ochosi zu den Orishás, die in der Initiation der „Guerreros“ (Krieger) empfangen werden.

 

 

 

Ochosi (Oxóssi)

Orisha OxossiOchosi ist der Patron der Jäger, die er beschützt und denen er hilft, Beute aufzuspüren. Weiterhin soll er Macht über neue Häuser und Städte haben. Deswegen wenden sich Menschen, die in ein neues Haus ziehen, an ihn. Ebenfalls wichtig sind seine Fähigkeiten im administrativen und rechtlichen Bereich. Gerät jemand mit dem Gesetz in Konflikt, fragt er Ochosi um Rat. Seine Farben sind Blau und Grün.

 

 

 

 

 

Babalu Aye  (Obaluaê)

Orisha ObaluaeBabalu Aye ist die Orishá der Heilung und Krankheit. Er erscheint als ein kranker Mann mit Wunden und zitternden Arme und Beine. Er lehrt Mitgefühl und Verantwortung für andere. Er liebt Popcorn und seine Farben sind braun, schwarz und lila.

 

 

 

 

 

Inle

Orisha InleInle ist der Orisha der Gesundheit und der ganzen medizinischen Heilung. Das Haus von Inle liegt in der Nähe der Küste, wo sich der Fluss und die Ozeane treffen. Inle ist ein Mann mit feinen, weiblichen Zügen. Er hat lange, seidige Haare, die in 7 Zöpfen geflechtet sind.  Er trägt die feinste Kleidung. Inle ist mit Abata verheiratet, aber er hat Beziehungen mit Yemanja und Oshun gehabt. Seine Kenntnisse der ganzen medizinischen Kräutern und Büschen sind sehr reichlich. Er lernte viel von Osain und verwendet seine Kenntnisse, um die Bedürftigen und Kranken zu heilen. Er ist ein sehr bescheidener Mann und hilft immer diejenigen, die ihn brauchen.

Inle ist ebenso ein Jäger und ein großer Fischer. Er geht mit seinen Werkzeugen und seinem Fischenhaken spazieren. Er genießt es, mit seinem besten Freund Ochosi am Flussufer zu sitzen, und beide können mit enormer Leichtigkeit Fische fangen.  Wo auch immer Inle ist, dort befindet sich auch sein bester Freund Ochosi beim Jagen. Die zwei gehen Hand in Hand. Sie lieben es,  an den Flussufern zu sitzen, zu trinken und zu plaudern. Inles Farbe in der Santeria ist bläulich grün. Er trägt einen Dreizack vor ihm, der der Geist von Boyuto darstellt. Vor seiner Ehe mit Abata hatte Inle eine Beziehung mit Yemanja und deswegen spricht Yemanja für Inle. Inle wird nicht direkt auf dem Haupt seinen Kindern gekrönt. Stattdessen erhalten seine Kinder Yemanja oro Inle. Das bedeutet, dass sie in den Geheimnissen von Yemanja mit den zusätzlichen Kenntnissen des Orisha Inle inittiert werden.

 

Orula (Ifá, Orumila)

Orisha OrulaOrula ist der orishá des Orakels, er wird in Kuba auch Ifá genannt (wie das Orakel selbst). Nach der Legende war Orula bei der Schöpfung der Erde anwesend und kennt deswegen das Leben eines jeden Menschen. In der Santería glaubt man an ein von Gott vorherbestimmtes Schicksal, das jedoch durch bestimmte Handlungen beeinflusst werden kann. Dabei ist nun Orula behilflich, der als Vermittler zwischen den Orishás und den Menschen durch das Tablero de Ifá spricht (Orakel). Zudem weiß er um die Vorlieben der Orishás, wodurch er den Menschen raten kann, wie sie sich ihnen gegenüber am besten verhalten sollten. Seine Tätigkeit macht die Kommunikation mit den anderen Orishás erst möglich. Seine Farben sind Grün und Gelb.

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